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Terminsergebnis

Datum: 10.12.2018

Kurzbeschreibung: Terminsergebnis für die Verhandlung vor der Großen Strafkammer des Landgerichts Mosbach am 10.12.2018 um 9:00 Uhr wegen bewaffneten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln

Der Angeklagte wurde wegen bewaffneten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge zu der Freiheitsstrafe von 6 Jahren und 6 Monaten verurteilt.

Die Unterbringung in einer Entziehungsanstalt wurde angeordnet.

Vor der Maßregel sind 1 Jahr und 3 Monate Freiheitsstrafe zu vollziehen.

 

Der Haftbefehl des Untersuchung-Haftbefehls des Amtsgerichts Mosbach vom 13.7.2018 bleibt in Vollzug.

 

Die Staatsanwaltschaft beantragte eine Freiheitsstrafe von 7 Jahren und 6 Monaten sowie die Unterbringung des Angeklagten nach § 64 StGB.

 

Die Verteidigung beantragte eine Freiheitsstrafe von 5 Jahren die Unterbringung des Angeklagten.

 

Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

 

Der Angeklagte gilt bis zu seiner rechtskräftigen Verurteilung als unschuldig.



 

Anlage: Terminvorschau vom 10.10.2018

 

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 31-jährigen Angeklagten deutscher Staatsangehörigkeit vor, er habe sich spätestens Ende Februar 2018 entschlossen, künftig insbesondere Haschisch und Amphetamin gewinnbringend zu verkaufen, um sich hierdurch eine dauerhafte Einnahmequelle zu verschaffen, insbesondere zur Finanzierung seiner eigenen Betäubungsmittelsucht. Er habe gewusst, dass er nicht im Besitz der für den Umgang mit Betäubungsmitteln erforderlichen Erlaubnis gewesen sei.

 

In Ausführung dieses Tatentschlusses habe der Angeklagte folgende Taten begangen:

 

1.

 

Vor dem 2.3.2018 habe der Angeklagte von einem unbekannten Täter mindestens 80 g Amphetamin mit einem Wirkstoffgehalt von mindestens 5 % Amphetaminbase bestellt. Das Amphetamin habe auf dem Postweg an die Wohnanschrift des Angeklagten in Aglasterhausen geliefert werden sollen. Der Angeklagte habe geplant, durch den späteren Verkauf von mindestens 72 g des Amphetamins einen Gewinn zu erzielen. Nachdem eine nicht identifizierte Kurierin Luftpolsterumschläge mit Amphetamin in 48599 Gronau zur Versendung aufgegeben gehabt habe, hätten diese durch die Staatsanwaltschaft Münster am 2.3.2018 beschlagnahmt werden können, so dass es zu keiner Auslieferung des Amphetamins an den Angeklagten gekommen sei.

 

2.

 

Am 12.7.2018 habe der Angeklagte in seinem Zimmer in Aglasterhausen insgesamt 976,5 g Haschisch, 84 Gelatine-Kapseln gefüllt mit jeweils mindestens 1 g Amphetamin sowie weitere 6,2 g Amphetamin aufbewahrt. Der Angeklagte habe geplant, durch einen späteren Verkauf der Betäubungsmittel, abzüglich eines zum Eigenkonsum bestimmten Anteils von 10 % der aufbewahrten Betäubungsmittel, einen Gewinn zu erzielen. Das durch den Angeklagten aufbewahrte Haschisch habe ein Wirkstoffgehalt von mindestens 5 % Tetrahydrocannabinol, das Amphetamin von 5 % Amphetaminbase gehabt.

 

Darüber hinaus habe der Angeklagte zur gleichen Zeit in seinem Zimmer eine Schreckschusspistole, Kaliber 4,5 mm, einsatzfähig und -bereit, geladen mit einer CO2-Kartusche, eine weitere (ungeladene) Schreckschusspistole, Kaliber 9 mm, ein Handmesser mit einer Klingenlänge von etwa 9 cm und eine Replik einer Schnellfeuerwaffe aufbewahrt. Hierbei sei dem Angeklagten bewusst gewesen, sich jederzeit der einsatzbereiten Waffen bedienen zu können. Bei der am 12.7.2018 vollzogenen Wohnungsdurchsuchung seien die Gegenstände gefunden worden.

 

Der Angeklagte habe sich des unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln und des bewaffneten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge gemäß § 1 Abs. 1 i.V.m. Anl. III zum BtMG, §§ 3 Abs. 1 Nr. 1, 30a Abs. 2 Nr. 2, 29 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 und Abs. 3 Nr. 2 BtMG, § 1 Abs. 1 i.V.m. Anl. I zum BtMG, 53 StGB strafbar gemacht.

 

Der Angeklagte befindet sich aufgrund Untersuchung-Haftbefehls des Amtsgerichts Mosbach vom 13.7.2018 seit diesem Tage in Untersuchungshaft.

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