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Terminsergebnis

Datum: 25.06.2018

Kurzbeschreibung: Urteil im Strafverfahren vor der Großen Strafkammer des Landgerichts Mosbach am 25.06.2018 wegen schweren Raubs

Der Angeklagte wurde wegen schweren Raubs in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung unter Auflösung der Gesamtfreiheitsstrafe aus einem Urteil des Landgerichts Darmstadt vom 11.04.2018 und unter Einbeziehung der dort gebildeten Einzelstrafen zu der Gesamtfreiheitstrafe von 11 Jahren verurteilt.

 

Der Haftbefehl des Amtsgerichts Mosbach vom 13.12.2017 bleibt in Vollzug.

 

Die Staatsanwaltschaft hatte - unter Auflösung der Gesamtfreiheitsstrafe aus einem Urteil des Landgerichts Darmstadt vom 11.04.2018 und unter Einbeziehung der dort gebildeten Einzelstrafen, mit dem der Angeklagte zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von 2 Jahren und 6 Monaten verurteilt worden war - die Verhängung einer Gesamtfreiheitsstrafe von 12 Jahren beantragt.

 

Die Verteidigung hatte beantragt, den Angeklagten freizusprechen.

 

Das Urteil nicht rechtskräftig.

 

Der Angeklagte gilt bis zu seiner rechtskräftigen Verurteilung als unschuldig.

 

 

 

 

Anlage: Pressemitteilung 30.05.2018

 

Die Staatsanwaltschaft Mosbach wirft dem 28-jährigen Angeklagten rumänischer Staatsangehörigkeit Folgendes vor:

 

Vor dem 03.07.2017 hätten der Angeklagte und weitere Personen verabredet, künftig Raubüberfälle zu begehen, um sich eine nicht nur vorübergehende Einnahmequelle von nicht unerheblichem Umfang und nicht unerheblicher Dauer zu verschaffen.

In Umsetzung des Plans seien der Angeklagte, und mindestens drei weitere Personen am 03.07.2017, gegen 9.00 Uhr, maskiert durch die unverschlossene Terrassentür in die Wohnung des 71-jährigen Geschädigten in Mosbach eingedrungen, um hieraus stehlenswerte Gegenstände zu entwenden. Dort hätten sie den Geschädigten auf der Toilette angetroffen und diesen zusammenwirkend mit Faustschlägen gegen den Kopf niedergeschlagen. Sodann hätten sie den Geschädigten mit Kabelbindern gefesselt und mit einem T-Shirt geknebelt. Anschließend hätten sie dem Geschädigten eine Decke über den Kopf geschlungen und ihn im Wohnzimmer auf einen Stuhl gesetzt, um den ungehinderten Zugriff und Abtransport des Stehlguts zu ermöglichen. Als die Tochter des Geschädigten gegen 9.15 Uhr in dessen Haus gekommen sei und den Angeklagten nebst Komplizen entdeckt habe, habe sie die Nachbarn zu Hilfe gerufen. Der Angeklagte und seine Komplizen seien mit einem Teil des zuvor in Säcke zum Abtransport zusammengestellten Diebesgutes geflüchtet. Zum Diebesgut hätten u.a. Uhren, Ringe, Ketten, Bargeld, Goldmünzen, Sammlermünzen etc. gehört.

 

Der 28-jährige Angeklagte befindet sich nach Festnehme in anderer Sache seit 20.10.2017 in Untersuchungshaft, in dieser Sache aufgrund des Haftbefehls des Amtsgerichts Mosbach vom 13.12.2017.

 

Der Angeklagte gilt bis zu seiner rechtskräftigen Verurteilung als unschuldig.

 

 

Die Große Strafkammer ist mit dem Vizepräsidenten des Landgerichts Dr. Ganter, zwei Berufsrichtern und zwei Schöffen besetzt.

 

 

 

Bereits durch Urteile der Großen Strafkammer vom 15.02.2018 und 16.04.2018 waren zwei gesondert verfolgte Männer, denen die Staatsanwaltschaft vorwirft, neben dem Angeklagten Mittäter gewesen zu sein, wegen schweren Raubs in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung verurteilt worden; ein 28-jähriger Mann zu einer Freiheitsstrafe von 8 Jahren und ein 33-jähriger Mann zu einer Freiheitsstrafe von 6 Jahren. Das Urteil gegen den 28-jährigen Mann vom 15.02.2018 ist nicht rechtskräftig.

Das Urteil gegen den 33-jährigen Mann vom 16.04.2018 ist rechtskräftig



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