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Terminsergebnis

Datum: 22.03.2018

Kurzbeschreibung: Strafverfahren vor der Jugendkammer des Landgerichts Mosbach am 08.03.2018, 15.03.2018 und 22.03.2018 wegen sexuellen Missbrauchs von Schutzbefohlenen u.a.

Im Termin vom 22.03.2018 wurde die Öffentlichkeit wieder hergestellt und ein Urteil verkündet.

Die Angeklagte wurde freigesprochen.

Die Staatsanwaltschaft hatte eine Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr zur Bewährung wegen sexuellen Missbrauchs von Gefangenen und falscher Verdächtigung beantragt.

Die Verteidigung hatte Freispruch beantragt.

Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

 

Anlage: Terminvorschau vom 07.03.2018

Die Staatsanwaltschaft Mosbach wirft der 33-jährigen Angeklagten deutscher Staatsangehörigkeit vor, sie habe folgende Taten begangen:

Die Angeklagte, die seit 2012 als Psychologierätin in der Justizvollzugsanstalt Adelsheim gearbeitet und sich bereit erklärt habe, zum 01.05.2016 dauerhaft die Sozialtherapie eines 17-jährigen in der JVA Adelsheim inhaftieren Jugendlichen zu übernehmen, habe im Zeitraum zwischen dem 01.05.2016 und dem 07.06.2016 aufgrund jeweils neu gefassten Willensentschlusses zumindest vier Mal einvernehmlich vaginalen Geschlechtsverkehr mit diesem 17-jährigen Jugendlichen in der JVA Adelsheim gehabt. Im selben Zeitraum habe die Angeklagte in jener Vollzugsanstalt darüber hinaus mindestens zweimal einvernehmlichen Oralverkehr an dem inhaftierten Jugendlichen durchgeführt.

Am 29.06.2016 sei es zu einem Streit zwischen der Angeklagten und dem inhaftieren Jugendlichen gekommen, nachdem dieser die Angeklagte aufgefordert gehabt habe, acht Mobiltelefone in die Vollzugsanstalt einzuschmuggeln. Nachdem der inhaftierte Jugendliche im Rahmen einer vollzugsinternen Anhörung mitgeteilt habe, dass es zwischen ihm und der Angeklagten zu einvernehmlichen sexuellen Handlungen gekommen sei, habe die Angeklagte aus Angst vor drohenden Konsequenzen am 07.07.2016 Strafanzeige gegen jenen 17-jährigen bei der Staatsanwaltshaft Mosbach wegen Vergewaltigung in Kenntnis der Unrichtigkeit ihrer Angaben erstattet, mit dem Ziel, ein Ermittlungsverfahren gegen den inhaftierten Jugendlichen in die Wege zu leiten.

Die Angeklagte habe sich in 6 Fällen des Missbrauchs von Schutzbefohlenen, jeweils in Tateinheit mit sexuellem Missbrauch von Gefangenen in Tatmehrheit mit falscher Verdächtigung schuldig gemacht.

Die Angeklagte gilt bis zu ihrer rechtskräftigen Verurteilung als unschuldig.

Die Jugendschutzkammer ist mit dem Vorsitzenden Richter am Landgericht Haas, zwei Berufsrichtern und zwei Schöffen besetzt.

Zu dem Termin am 08.03.2018 sind die Angeklagte und ihre Verteidiger, zu dem Termin am 15.03.2018 sind 3 Zeugen und zu dem Termin am 22.03.2018 sind 8 Zeugen geladen.

Auf die Vorschriften der §§ 169 ff. GVG, wonach bei Vorliegen der gesetzlich normierten Voraussetzungen die Öffentlichkeit ausgeschlossen werden kann, wird hingewiesen

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