Suchfunktion

Terminsergebnis

Datum: 05.03.2018

Kurzbeschreibung: Strafverfahren vor dem Schwurgericht des Landgerichts Mosbach am 05.03.2018 um 8.30 Uhr, Saal 6 wegen versuchen Mordes

Der Angeklagte wurde wegen schwerer Brandstiftung zu der Freiheitsstrafe von 3 Jahren und 6 Monaten verurteilt. Der Haftbefehl gegen den Angeklagten wurde in Vollzug belassen.

Die Staatsanwaltschaft hat eine Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von 5 Jahren und 6 Monaten wegen versuchten Totschlags in Tateinheit mit besonders schwerer Brandstiftung beantragt. Die Nebenklage hat sich dem Antrag der Staatsanwaltschaft angeschlossen. Die Verteidigung hat eine Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von 2 Jahren zur Bewährung wegen schwerer Brandstiftung beantragt.

Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Der Angeklagte gilt bis zu seiner rechtskräftigen Verurteilung als unschuldig.

 

Anlage Terminsvorschau vom 22.02.2018:

Die Staatsanwaltschaft Mosbach wirft dem 26-jährigen Angeklagten deutscher Staatsangehörigkeit Folgendes vor:

Am 24.10.2017, gegen 22.35 Uhr, habe sich der Angeklagte in Vereinsräume in Aglasterhausen begeben, zu denen er als Mitglied Zugang gehabt habe. Der Angeklagte habe gewusst, dass sich in den Wohnungen im selben Gebäude über den Vereinsräumen 9 Bewohner aufgehalten hätten. In der Absicht, sich das Leben zu nehmen, habe der Angeklagte im Vereinslokal aufgefundenen flüssigen Grillanzünder über einen im Thekenbereich abgestellten Tintenstrahldrucker geschüttet und diesen angezündet. Kurze Zeit später habe er seinen Entschluss, sich umzubringen, aufgegeben und die Vereinsräume verlassen, ohne sich um den im Thekenbereich entstandenen Brand zu kümmern. Dabei habe er in Kauf genommen, dass sich das Feuer auf das ganze Gebäude ausbreiten und die wegen der Nachtzeit bereits schlafenden Bewohner des Hauses sterben könnten. Anschließend sei er zum Feuerwehrgerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr in Michelbach, deren Mitglied er am 24.10.2017 gewesen sei, gefahren und habe sich, nachdem der Brand um 23.04 Uhr gemeldet worden sei, am Löscheinsatz beteiligt. Die Bewohner der Wohnungen über den Vereinsräumen in Aglasterhausen hätten sich aus eigener Kraft rechtzeitig vor dem Eintreffen der Feuerwehr retten können. Sieben Bewohner hätten jedoch leichte Rauchvergiftungen erlitten, ein 5-jähriges Mädchen sei über Nacht im Krankenhaus beobachtet worden und bei zwei Bewohner bestünden psychische Nachfolgen. Das Haus sei durch die Rauchentwicklung zunächst nicht bewohnbar gewesen. Es sei ein Sachschaden von mindestens 150.000,00 € entstanden.

Der Angeklagte habe sich des versuchten Mordes in neuen Fällen in Tateinheit mit besonders schwerer Brandstiftung schuldig gemacht.

Der Angeklagte gilt bis zu seiner rechtskräftigen Verurteilung als unschuldig.

Der Angeklagte befindet sich aufgrund Haftbefehls des Amtsgerichts Mosbach vom 02.11.2017 in Untersuchungshaft.

Der Angeklagte ist nicht vorbestraft.

Das Schwurgericht ist mit dem Vizepräsidenten des Landgerichts Dr. Ganter, zwei Berufsrichtern und zwei Schöffen besetzt.

Zum Termin am 05.03.2018 sind 13 Zeugen, ein Sachverständiger sowie 5 Nebenkläger geladen.

Fußleiste