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Terminsergebnis

Datum: 09.10.2017

Kurzbeschreibung: Strafverfahren vor dem Landgericht Mosbach am 09.10.2017 um 9.00 Uhr wegen versuchten Mordes durch Unterlassen

Der Angeklagte wurde wegen fahrlässiger Gefährdung des Straßenverkehrs in Tateinheit mit fahrlässiger Körperverletzung sowie des versuchten Mordes in Tateinheit mit Unfallflucht und vorsätzlicher Trunkenheit im Straßenverkehr zu der Gesamtfreiheitsstrafe von 5 Jahren und 6 Monaten verurteilt.

Außerdem wurde dessen Unterbringung in einer Therapieanstalt angeordnet.

Vor jener Maßregel sind 9 Monate Freiheitsstrafe zu vollstrecken.

Dem Angeklagten wurde die Fahrerlaubnis entzogen, sein Führerschein wurde eingezogen, und die Verwaltungsbehörde wurde angewiesen, dem Angeklagten vor Ablauf von 2 Jahren keine neue Fahrerlaubnis zu erteilen.

Die Staatsanwaltschaft hatte eine Verurteilung des Angeklagten zu einer Freiheitsstrafe von 6 Jahren beantragt. Die Verteidigung hatte eine Verurteilung zu einer Freiheitstrafe von nicht mehr als 5 Jahren beantragt.

Der Haftbefehl des Amtsgerichts Mosbach bleibt in Vollzug.

Das Urteil ist rechtskräftig.

 



Anlage: Terminvorschau 19.09.2017

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 31-jährigen Angeklagten deutscher Staatsangehörigkeit vor, er sei am 12.04.2017, gegen 21.40 Uhr mit einem Geschäftswagen in Schwarzach gefahren, obwohl er gewusst habe, dass er aufgrund vorausgegangenen Alkoholgenusses nicht in der Lage gewesen sei, das Fahrzeug sicher zu führen. Er habe zu vorgenanntem Zeitpunkt eine Blutalkoholkonzentration von 1,8 Promille gehabt und sei 70 km/h statt der erlaubten 50 km/h gefahren. Infolge dessen sei er bei einem Abbiegevorgang mit den linken Vorderrädern des von ihm geführten Opel Corsa auf den Bürgersteig geraten und habe dort einen Fußgänger erfasst. Der Geschädigte habe sich schwere Verletzungen, u.a. ein offenes Schädel-Hirn-Trauma, mehrere Frakturen sowie eine Nieren- und Milzlateration zugezogen, von denen er bleibende Schäden zurückbehalten habe. Obwohl der Angeklagte den Unfall bemerkt habe, habe er die Unfallstelle verlassen, ohne die erforderlichen Feststellungen zu ermöglichen und ohne dem Verletzen zu helfen. Dabei habe er in Kauf genommen, dass der Geschädigte ohne Hilfe versterben könne.

Der Angeklagte habe sich einer Straßenverkehrsgefährdung, der fahrlässigen Körperverletzung sowie des versuchten Mordes durch Unterlassen, des unerlaubten Entfernens vom Unfallort und der Trunkenheit im Verkehr schuldig gemacht.

Der Angeklagte befindet sich aufgrund Haftbefehls des Amtsgerichts Mosbach seit dem 02.05.2017 in Untersuchungshaft.

Der Angeklagte gilt bis zu seiner rechtskräftigen Verurteilung als unschuldig.

Das Schwurgericht ist mit dem Vizepräsidenten des Landgerichts Dr .Ganter, zwei Berufsrichtern und zwei Schöffinnen besetzt.

Zum Termin sind 3 Sachverständige und 9 Zeugen geladen.

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