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Terminsergebnis

Datum: 14.06.2016

Kurzbeschreibung: Strafverfahren vor dem Schwurgericht des Landgerichts Mosbach am 13. und 23.06.2016, jeweils um 8.30 Uhr wegen versuchten Totschlags in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung, begangen in Seckach

Der Angeklagte wurde wegen gefährlicher Körperverletzung zu der Freiheitsstrafe von 4 Jahren verurteilt.

Die Staatsanwaltschaft hatte eine Verurteilung wegen gefährlicher Körperverletzung zu der Freiheitsstrafe von 5 Jahren und 9 Monaten beantragt. Der Verteidiger und der Vertreter des Nebenklägers hatten eine in das Ermessen des Gerichts gestellte Strafe beantragt.

Das Urteil ist nach Rechtsmittelverzicht aller Beteiligten rechtskräftig.

Anmerkung: Die Hauptverhandlung wurde in Abwesenheit des Angeklagten durchgeführt. Dieser hatte erneut einen Selbstmordversuch unternommen und war nicht verhandlungsfähig. Der Angeklagte war am 02.05.2016 richterlich vernommen worden und hatte bei seiner Vernehmung keine Angaben zur Sache gemacht.

Anlage: Presserklärung vom 31.05.2016 

Nach kurzfristiger Absage des ursprünglich auf den 28.04.2016 anberaumten Termins sind neue Verhandlungstermine in der in der Anlage beschriebenen Strafsache anberaumt worden auf: Montag, den 13.06.2016 und Donnerstag, den 23.06.2016, jeweils um 8.30 Uhr. Zum Termin am 13.06.2016 sind 9 Zeugen und 2 Sachverständige, zu dem Termin am 23.06.2016 ist eine Sachverständige geladen. Der geschädigte Nebenkläger ist zu beiden Verhandlungsterminen geladen.

Anlage: Presseerklärung vom 12.04.2016

Die Staatsanwaltschaft Mosbach wirft dem 27-jährigen Angeklagten (Anmerkung: der Angeklagte ist bei Prozessbeginn am 13.06.2016 nunmehr 28 Jahre alt) vor, in Seckach folgende Straftat begangen zu haben: Am 26.04.2015, nach dem Genuss alkoholischer Getränke, habe er den 34-jährigen Geschädigten mit Faustschlägen gegen den Kopf traktiert. Nachdem die Mutter des Geschädigten dazwischen gegangen sei, sei der Angeklagte zunächst fortgegangen und habe sich mit einem Messer bewaffnet. Mit diesem habe er, nachdem er zurückgekehrt sei, auf den Geschädigten 6 mal eingestochen, um ihn zu töten. Der Geschädigte habe u.a. Verletzungen an der Leber davongetragen und wäre gestorben, wenn nicht von Dritter Seite herbeigeholte Rettungskräfte hinzugezogen und letztlich eine Notoperation durchgeführt worden wäre. Neben den Schnittverletzungen habe der Geschädigte den Verlust zweier Zähne, einen Nasenbeinbruch, ein Brillenhämatom und eine Lippenverletzung erlitten.

Nach einem Suizidversucht des Angeklagten wurde mit Beschluss des Amtsgerichts Adelsheim vom 27.05.2015 die vorläufige Betreuung des Angeklagten angeordnet.

Der Haftbefehl des Amtsgerichts Mosbach gegen den Angeklagten wurde gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt.

Der Angeklagte gilt bis zu seiner rechtskräftigen Verurteilung als unschuldig.

Die Große Strafkammer ist mit dem Vizepräsidenten des Landgerichts Dr. Ganter, zwei Berufsrichtern und zwei Schöffen besetzt.

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