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Revisionsverwerfung

Datum: 25.01.2016

Kurzbeschreibung: Revisionsverwerfung im Strafverfahren vor der 4. Schwurgerichtskammer des Landgerichts Mosbach am 03.07.2015 wegen gefährlicher Körperverletzung mit Todesfolge

Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Mosbach wurde mit Beschluss des Bundesgerichtshofs vom 14.01.2016 als unbegründet verworfen, das die Nachprüfung des Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigung keinen Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten ergeben hat. Das Urteil ist jetzt rechtskräftig.

Auszug aus der Pressemitteilung des Landgerichts Mosbach vom 21.04.2015

Die Staatsanwaltschaft Mosbach wirft dem heute 58-jährigen Angeklagten vor, am 13.07.2012 die zu diesem Zeitpunkt 30-jährige Patientin im Krankenhaus in Buchen als Chefarzt operiert und eine in der Operationsplanung nicht ausgewiesene Hemihepatektomie vorgenommen zu haben, über die, wie der Angeklagte gewusst habe, die Patientin nicht aufgeklärt gewesen sei. Bei der Operation habe der Angeklagte gegen ärztliche Behandlungsregeln oder gegen gesicherte medizinische Erkenntnisse verstoßen, was er hätte erkennen müssen. Der operative Eingriff habe sich derart dramatisch gestaltet, dass die Patientin in das Universitätsklinikum Mannheim habe verlegt werden müssen, wo sie am 19.07.2012 aufgrund der durch den Angeklagten verursachten Schäden verstorben sei.

Die 4. Schwurgerichtskammer ist mit dem Vizepräsidenten Dr. Ganter, zwei Berufsrichtern und zwei Schöffen besetzt.

Auszug aus der Pressemittelung des Landgerichts Mosbach vom 03.07.2015

Der Angeklagte wurde wegen gefährlicher Körperverletzung mit Todesfolge zu einer Freiheitsstrafe von 2 Jahren und 9 Monaten verurteilt.

3 Monate Freiheitsstrafe gelten als vollstreckt.

Die Staatsanwaltschaft hatte eine Verurteilung wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu einer Freiheitsstrafe von 2 Jahren, deren Vollstreckung zur Bewährung auszusetzen ist, und die Verhängung einer Geldauflage von 50.000,- € beantragt.

Die Verteidigung hatte ein Verurteilung wegen fahrlässiger Tötung beantragt. 

Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

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