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Terminsmitteilung

Datum: 18.12.2015

Kurzbeschreibung: Strafverfahren vor der 11. Großen Jugendkammer des Landgerichts Mosbach am 14.12.2015 wegen Gefangenenmeuterei u.a.

Der Angeklagte wurde wegen gefährlicher Körperverletzung in 3 tateinheitlichen Fällen in Tateinheit mit versuchten gefährlicher Körperverletzung unter Einbeziehung einer Jugendstrafe aus einem Urteil des Landgerichts Mosbach vom 01.10.2015 zu der Einheitsjugendstrafe von 5 Jahren verurteilt. Die Unterbringung des Angeklagten in einer Entziehungsanstalt wurde angeordnet.

Die Staatsanwaltschaft hatte die Verhängung einer Einheitsjugendstrafe von 6 Jahren beantragt.

Die Verteidigung hatte die Verhängung einer Jugendstrafe, deren Höhe in das Ermessen des Gericht gestellt wurde, und die Unterbringung des Angeklagten in einer Entziehungsanstalt beantragt.

Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Der Verurteilte gilt bis zu seiner rechtskräftigen Verurteilung als unschuldig.

Die Staatsanwaltschaft Mosbach warf dem 19-jährigen, zur Tatzeit 18-jährigen, Angeklagten Folgendes vor:

Um die Machtfrage in der JVA Adelsheim zu klären, sei es am 20.08.2014 kurz vor dem Ende des Hofgangs zwischen zwei rivalisierenden Gruppen von Gefangenen zu einer zunächst verbalen und, wie von den Gefangenen beabsichtigt, zu einer körperlichen Auseinandersetzung gekommen, an der sich mindestens 17 Gefangene beteiligt hätten. Zunächst sei es 7 Justizvollzugsbeamten, die ebenfalls körperlich attackiert worden seien, gelungen, einige Mitglieder beider rivalisierender Gruppen festzuhalten, am Boden zu fixieren und diese so von weiteren Gewalttätigkeiten abzuhalten. 

Der Angeklagte habe sich als Gefangener zusammengerottet und gewaltsam drei Justizvollzugsbeamte tätlich angegriffen, er habe Mitgefangene der rivalisierenden Gruppe, gemeinsam mit gesondert verfolgten Gefangenen, körperlich verletzt  und er habe versucht einen Justizvollzugsbeamten körperlich zu misshandeln.

Die 1. Große Jugendkammer war mit dem Vorsitzenden Richter am Landgericht Haas, zwei Berufsrichtern und 2 Schöffen besetzt.

 

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